Wasserortung

Neben der Vermisstensuche an Land (Fläche und Mantrailing) bilden wir eine weitere aufwändige und schwierige Sparte in der Rettungsarbeit aus. Allerdings unterscheidet sich die Wasserortung von den anderen Sparten insofern, dass es sich hier um die Suche nach Ertrunkenen handelt. Der Wasserortungshund sucht mit seinem Hundeführer von einem Boot aus und sitzt dabei vorne und nimmt dabei die Witterung des Ertrunkenen auf der Wasseroberfläche auf und lokalisiert diese. Unsere Wasserortungshunde werden auf diese Geruchsmoleküle, welche nach dem Ableben eines Menschen an die Wasseroberfläche steigen können, geschult. Neben der Geruchskonditionierung, die erst hauptsächlich an Land und dann im Uferbereich stattfindet, werden die Hunde auch an das Boot gewöhnt. Danach wird die Suche vom Boot aus erlernt. Unsere Hunde trainieren aber auch die Ortung von Ertrunkenen vom Land aus durch Absuchen der Uferbereiche.

In der Regel muss davon ausgegangen werden, dass bei der Wasserortung nur noch eine Bergung des Vermissten erfolgt. Aber die Hilfe, die wir anbieten, bezieht sich auf die Angehörigen, die schneller Klarheit über den Verbleib des Vermissten haben, aber auch auf die Taucher. Mit dem Eingrenzen des Suchgebietes können die Taucher gezielter abtauchen und es sinkt auch das Risiko eines Tauchunfalles.